Vorträge über Afrikaner und Afrika

Die folgenden Vortragsthemen sind nur Vorschläge. Ich bin jederzeit für weitere Themen offen.

Afrikaner in Wien/Österreich

Wie leben Afrikaner in Österreich, woher kommen sie und wie ist ihre Beziehung zur lokalen Gesellschaft? Welche gegenseitigen Vorurteile behindern ihre Integration am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche, in Liebe und Freundschaft? Was könnte zu ihrer vollen Integration unternommen werden? Was unternehmen Afrikaner selbst? usw.

Naürlich wären auch Unterthemen jederzeit möglich, wie z.B. Afrikaner auf dem Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche, im Spannungsfeld zwischen Polizei und Drogen etc.

Die Welt afrikanischer Sprachen

Der Vortrag zeigt die Vielfalt afrikanischer Sprachen. Er demonstriert besondere Laute, die nur in afrikanischen Sprachen vorkommen.Was sind Tonsprachen und sind sie schwierig zu erlernen? Wie drückt sich die Weltsicht in afrikanischen Sprachen aus? Welche frappierenden Ähnlichkeiten gibt es zwischen der Symbol-sprache des Wienerischen und afrikanischen Sprachen? Weitere Elemente sind Körpersprache; das positive Denken und das Feedback in Gruß- und Sprachformen; die "Du bist O.K., ich bin O.K." Einstellung der Gesprächsführenden u.a.

Geheimbünde und religiöses Weltbild der Bambara in Mali

Der Vortrag zeigt traditionelle afrikanische Religionen und Geheimbünde am Beispiel der Bambara in Mali: die Vorstellung von Gott, von irdischer & überirdischer Gerechtigkeit, von der Art und Rolle der Geistwesen; die Rolle der Fetische und Erklärung ihrer Wirkung. Welche Beziehung gibt es zwischen modernen Religionen und dem Fetischismus? Der Vortrag zeigt den Aufbau und die Rolle der Geheimbünde als (mystische) Wächter des Gemeinwesens, die Art und Vermittlung der traditionellen Werte in diesen Erziehungsinstrumenten sowie die Arten des Lernens und der Unterordnung in ihnen.

Der Zusammenhang zwischen Entwicklungsdynamik und Bevölkerungsentwicklung: ein Vergleich Afrikas mit dem Fernen Osten

Die Entwicklungsprobleme Afrikas schlagen sich auch auf das Image der in Europa lebenden Afrikaner nieder, die als wenig durchschlagskräftig und wenig intelligent eingeschätzt werden. Warum ist aber die Entwicklung Afrikas deutlich weniger dynamisch als z.B. die des Fernen Ostens? Wo bleiben die afrikanischen Tiger-Staaten? Übelwollende führen das auf eine von ihnen angenommene geringere Leistungsfähigkeit und -willigkeit der afrikanischen Gesellschaften zurück, Wohlwollende erklären die Probleme praktisch ausschließlich mit Kolonialismus und Sklaverei, stehen dabei aber vor dem nicht geringen theoretischen Problem, daß sie dann auch erklären müssen, warum z.B. in Afrika 80 Jahre Kolonialismus (1984/85 war erst 10% des Kontinents kolonialisiert) wesentlich mehr anrichteten als z.B. 350 Jahre in Indien. Warum erreichte der Sklavenhandel in Afrika einen derartig monströsen Umfang? Warum gibt es kaum Fundamentalismus in Afrika, warum kaum wirtschaftlichen Nationalismus? Alle diese Fragen hängen eng miteinander zusammen. Der Autor versuchte, in einer komplexen Entwicklungstheorie zu zeigen, daß die heutigen Probleme der afrikanischen Entwcklung wesentlich auf bereits vorkoloniale Bevölkerungssituationen zurückgingen, die sich enorm von asiatischen unterschieden. Bereits die vorkoloniale Situation Afrikas erklärt weitgehend, warum der Sklavenhandel sich so umfangreich und desaströs auswirkte; warum Afrika durch den Kolonialismus stärker zerstört wurde und warum in Afrika heute kaum Stolz auf einheimische Produkte gegeben ist. Ich kann meine Überlegungen sogar statistisch-mathematisch beweisen.

Als Weißer in Afrika

Der Vortrag basiert auf meinen 7 Jahren Aufenthalt in 15 verschiedenen afrikanischen Ländern. Wie wird man als Weißer empfangen, welche Mißverständnisse treten auf und wie kann man diese Mißverständnisse überwinden? Gelingt es, die trennende Schwelle arm-reich jemals zu überbrücken? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede zwischen den Kulturen? Wie verändert sich die eigene Perspektive durch die lange Aufenthaltsdauer? Gibt es wirklich fundamentale Unterschiede im Verhältnis zum Fremden zwischen Schwarz und Weiß?

Scherzbeziehungen und andere Formen der Konfliktbewältigung in Afrika

Trotz des gegenteiligen Klischeebildes gibt es eine Reihe afrikanischer Länder, in welchen die verschiedenen Volksgruppen ohne nennenswerte Konflikte zusammenleben. In diesem Vortrag behandeln wir Konfliktlösungsstrategien, wie z.B. die im zentralen westafrikanischen Sahel weitverbreiteten Scherzbeziehunen, welche das Zusammenleben mit anderen Kulturen und Denkformen erleichtern.

 

„Unsichtbare Barrieren“: Gedanken zu möglichen Ursachen gescheiterter Kommunikation zwischen Schwarz und Weiß

„Frauen sind von der Venus, Männer vom Mars“ ist der Titel eines sehr gescheiten und oft amüsanten Buchs über Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau. Auch die Kommunikation zwischen AfrikanerInnen und EuropäerInnen scheitert oft an Hürden: an der unterschiedlichen Interpretation/Deutung des gleichen Ausdrucks, an unterschiedlichen Schwerpunkten der Kommunikation (z.B. tabuisierte Bereiche), an unterschiedlichen Zielgruppen der Kommunikation (wem teile ich etwas bestimmtes mit?), an der mitunter höchst unterschiedlichen Einbindung der Körpersprache in die verbale Kommunikation, an der oft schwierigen Sprecher-Hörer-Beziehung als Folge afrikanischer Traumatisierungen oder an unterschiedlichen Formen der Rückbestätigung.

 

 

 

 

 

 

 

Seminare zum Umgang mit Afrikanern und anderen Kulturen

Ich erarbeite gerne mit Ihnen gemeinsam Schulungsmaßnahmen wie Sensibilisierungsseminare oder interkulturelle Managementseminare. Als ehemaliger Abteilungsleiter im Afro-Asiatischen Institut hatte ich dabei reiche Erfahrung, da ich eine Reihe von Seminaren einführte:

  • Sensibilierungsseminare für Polizisten: Bereits 1997 konzipierte, organisierte und moderierte ich die ersten derartigen Seminare für Polizisten für sensiblen Umgang mit Afrikanern. Ich bot diese Idee der österr. Volkshilfe an, die damals andere Weiterbildungsangebote für Polizisten verwirklichte. Die Seminare hatten durchwegs exzellenten Erfolg, was sich auch in den Evaluierungen zeigte. Das Thema der Seminare ist die Diskussion gemeinsamer Konflikte und gegenseitiger Vorurteile in einer entspannten Situation. Diese Schulungen waren eine Innovation in Österreich. Inzwischen gibt es ein Nachfolgeprojekt der Polizei am Alsergrund, das jedoch für die Polizisten nicht mehr verpflichtend ist. Es ist daher fraglich, ob die Seminare in dieser Form die beabsichtigten Veränderungen hervorrufen. Siehe auch
  • Interkulturelle Managementseminare für verschiedene außereuropäische Länder und Regionen: Seminare z.B. zum Arabischen Raum, zu China, zu Indien, Indonesien, zum Iran. Die Seminaren fanden in Kooperation mit der Bundeswirtschaftskammer statt und wurden von den Teilnehmern mit einer Durchschnittsnote von 1,4 (fünfstufige Skala) bewertet. Siehe Beispielseminar für ein von mir organisiertes Managementseminar. Durch meine exzellenten interkulturellen Kontakte kann ich derartige Seminare für jedes Land des Südens anbieten.
  • Verhaltenstrainings für Mitarbeiter in Ländern des Südens, bes. Afrika: Ihre Firma agiert in afrikanischen Ländern? Ich instruiere Ihre Mitarbeiter gerne, damit Sie möglichst wenige zwischenmenschliche Enttäuschungen erleben.
  • Kommunikation mit AfrikanerInnen: Ob in Afrika oder hier, die Beziehungen zwischen Schwarz und Weiß sind - stark von geschichtlichen Erfahrungen beeinflusst - beiderseits von zahlreichen Voreingenommenheiten geprägt, welche die Wahrscheinlichkeit von Mißverständnissen und Scheitern im Kommunikationsprozess erhöhen. In einem derartigen Seminar, welches ich u.a. als Teil eines Diplomlehrgangs für Interkulturelle Kommunikation realisierte, gehen wir u.a. auf das komplizierte Geflecht von gegenseitigen Vorurteilen, von Wertekonflikten und unterschiedliche Ausdrucksformen ein.

 

 

 

 

 

Trainings in afrikanischen Sprachen

Sie haben vor, längere Zeit nach Westafrika zu gehen oder Ihre Firmenmitarbeiter sollten sich ein wenig in afrikanischen Sprachen verständigen können? Ich konzipiere für Sie sehr gerne Sprachschulungen unterschiedlicher Intensität und Dauer, damit Sie sich in der Ferne nicht gänzlich fremd fühlen. Ich bin u.a. Universitätslehrer für afrikanische Sprachen wie etwa Bambara und verfaßte auch einige Bücher und Artikel zu diesem Thema. In diese Trainings lasse ich Tips für das richtige Verhalten, für Körpersprache, für Umgang bei Essen und Grußsituationen sowie viele weitere Situationen einfließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Consulting und Projektmitarbeit

Sie möchten ein Projekt in/mit Afrika verwirklichen? Ich helfe Ihnen gerne bei Machbarkeitsstudien, bei der Evaluierung des Projekterfolgs bei der lokalen Bevölkerung, bei Einstellungserhebungen und bei der grundsätzlichen Diskussion kultureller Faktoren und anderer Rahmenbedingungen, die Projekte behindern können. Ich habe in 7 Jahren Afrika fast ausschließlich in afrikanischen Haushalten gelebt, lernte meist die dominierende lokale afrikanische Sprache, untersuchte in Forschungsprojekten die Einstellungen und Erfahrungen der lokalen Bevölkerungen und bin daher mit Alltagssituationen und -denken, mit Überlebensstrategien, unterschiedlichen Werten in afrikanischen Gesellschaften wie auch mit Fragen der richtigen Motivierung afrikanischer Mitarbeiter bestens vertraut. Teilweise liegt der Grund von Enttäuschungen mit afrikanischen Mitarbeitern auch in unterschiedlicher Ausdrucksweise des gleichen Sachverhalts in afrikanischen Sprachen und in europäischen. Sie verändern die Ausdrucksweise (in Ihrer Kontaktsprache) und merken umgehend, daß der afrikanische Kollege in Wirklichkeit genauso verläßlich ist wie Sie. Ich helfe Ihnen gerne dabei.

Gleichermaßen bin ich an der Mitarbeit in wissenschaftlichen Projekten interessiert.